Lamu ist ein UNESCO-Weltkulturerbe-Archipel an der Nordküste Kenias, wo die Swahili-Kultur, islamische Architektur und Dhau-Segeltraditionen seit über siebenhundert Jahren bestehen. Die Altstadt von Lamu auf der Insel Lamu ist ein Labyrinth aus Korallensteinhäusern, geschnitzten Holztüren und engen Gassen, in denen Esel nach wie vor das Haupttransportmittel sind und der Gebetsruf über Dachterrassen weht. Der Lebensrhythmus ist bewusst langsam und lädt Besucher dazu ein, über die Uferpromenaden zu schlendern, Dau-Bauern bei der Arbeit zuzusehen und in von Laternenlicht beleuchteten Innenhöfen frische Krabben, Kokosnussreis und gewürzten Chai zu speisen. Die umliegenden Inseln wie Manda, Pate und Kiwayu bieten leere Strände, KiSwahili-Ruinen und Hochseeangeln in Gewässern, die weit entfernt von den Touristenströmen an der Südküste liegen. Das Lamu Cultural Festival und die Maulidi-Feierlichkeiten präsentieren Poesie, Tanz und maritimes Erbe. Der Zugang erfolgt per Flugzeug über die Manda-Landebahn oder mit der Fähre von Mokowe aus, wodurch der unberührte Charakter der Insel erhalten bleibt. Lamu eignet sich für Reisende, die kulturelle Tiefe, Abgeschiedenheit bei den Flitterwochen und ein authentisches Erlebnis im Indischen Ozean aus der Zeit vor dem Kolonialtourismus suchen. Es ist die Seele der kenianischen Küste, zeitlos und absolut unverwechselbar. Eselstaxis befördern immer noch Waren durch die autofreien Straßen der Altstadt von Lamu und bewahren dabei einen seit Generationen unveränderten Rhythmus. Shela Beach am Ostufer der Insel bietet lange, leere Sandstrände und Boutique-Gästehäuser, die über eine Dhau oder einen Fußweg erreichbar sind. Die Swahili-Küche umfasst hier Kokosnuss-Fisch-Currys, Biryani und Halwa-Süßigkeiten, die nach Rezepten zubereitet werden, die von Familien weitergegeben wurden. Lamu verlangt ruhige Tage; Besucher, die sich der Inselzeit hingeben, entdecken eine Küste, die sich näher an Arabien als an das moderne Kenia erinnert.
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